Dehlya-Refit Videos

Die Yacht dokumentiert gerade ausführlich das Refit einer Dehlya 25 von 1984. Hier sind alle bisherigen Teile der Serie:

Teil 1 – Kauf der Dehlya 25

Die Dehlya 25 wird in Holland für 5.500 Euro gekauft und das Refit-Projekt wird vorgestellt.

Teil 2 – Bestandsaufnahme

Die Experten prüfen das Refit-Boot auf Herz und Nieren. Viel kann wohl nicht wieder verwendet werden. Der gesamte Innenausbau wird entfernt. In der Bugnase verbirgt sich eine Überraschung: Die unterliegende Aluminium-Platte war komplett korrodiert. Die Bugnase muss also komplett neu anlaminiert werden. Der Decksbelag wird entfernt und das verrottete Holz im Mastfuß wird durch einen Schaumkern ersetzt. Außerdem werden Löcher in der Außenhaut zulaminiert.

Teil 3 – Kiel entfernen

Der Hubkiel der Dehlya 25 wird ausgebaut. Durch die Korrosion müssen die Bolzen aufgebohrt werden und das Boot wird mit dem Kran angehoben. Der Kielkasten ist innen komplett vergammelt. Auch die Decksbeschläge werden komplett entfernt. Außerdem werden Pläne für die Inneneinrichtung des Kleinkreuzers gemacht.

Teil 4 – Trailer anpassen

Ein neuer Sliptrailer aus Edelstahl wird extra für die Dehlya angepasst.

Teil 5 – Diagnose Osmose

Das Unterwasserschiff macht zunächst einen guten Eindruck. Mit dem Feuchtigkeitsmesser werden keine erhöhten Werte gemessen und die Sichtprüfung auf Osmose sieht gut aus. Doch die Schleifprobe mit 150er Schleifpapier zeigt kleine Erhebungen im Gelcoat unter dem Antifouling. Diese erweisen sich als Osmosebläschen: Dort ist das Gelcoat abgeplatzt und Wasser kann ins Laminat eindringen. Der Rumpf und der Kiel werden gestrahlt. Man kann diese Arbeit auch selber machen. In einem Artikel hier in der Klabauterkiste stellen wir eine Osmosesanierung in Eigenregie vor.

Teil 6 – Neuaufbau Unterwasserschiff

Der Kiel und das Unterwasserschiff der Dehlya 25 werden neu beschichtet: Der frisch gestrahlte gusseiserne Kiel wird zunächst mit Epoxiprimer beschichtet um Korrosion vorzubeugen. Nach dem Sandstrahlen werden Osmosebläßchen und Fehlstellen im Laminat sichtbar. Der aufgeraute Untergrund wird mit Klebharz gefüllt um die Haftung zu verbessern. Danach kommen zwei Lagen EPS-Glasmatten drauf. Mit einem Vinylesterharz werden die Matten anlaminiert. Dadurch wird das Rumpfmaterial vor eindringedem Wasser geschützt. Mit Gelcoatspachtel werden die Narben und Löcher aufgefüllt und Unterwasserschiff und Kiel geglättet. Danach wird neues Vinylester Gelcoat im Airless-Verfahren aufgespritzt. Nun wird das Gelcoat glatt geschliffen und mit einer dicken Epoxid-Beschichtung versehen.

Teil 7 – Kiel wieder eingebaut

Nach dem Wiegen des Kleinkreuzers wird das Boot auf die Seite gelegt. Dann wird die Verbindung des Kielkastens zum Rumpf neu überlaminiert und grundiert. Auch das Flutventil für den Ballasttank wird erneuert und eingebaut. Der Hubkiel soll über ein Dynema-Seil mittels Hydraulik ein- und ausgefahren werden.

Teil 8 – Versicherung

Eine geeignete Versicherung für das im Wiederaufbau befindliche Segelboot wird gesucht.

Teil 9 – Stand des Dehlya Refit-Projektes

Zusammenfassung der bisherigen Arbeiten an der Dehlya 25.

Teil 10 – Einbau eines Torqueedo Pod-Antriebs

An der Havel wird der Elektroantrieb in die Dehlya eingebaut. Ein Platz für die Lithium-Ionenbatterien wird gefunden und dann wird ein Loch für den Elektroantrieb so gebohrt, dass der Kleinkreuzer noch trocken fallen kann. Ein Ausgleichsblock sorgt dafür, dass der Elektromotor waagerecht hängt. Mit einer Konterplatte und Epoxi wird der Antrieb unter dem Schiff montiert. Ladegeräte und Elektronik für den Torquedo-Antrieb werden an den Schottwänden verschraubt.

Zwischenstand Sommer


Der Balsakern der Heckklappe und der Backskistendeckel wurde ersetzt und auch die Schienen für das Schiebeluk und Steckschott. Die Waffelstruktur im Deck wurde inzwischen glatt geschliffen und ein Genakerbaum aus Carbon eingebaut.

Teil 11 – Rumpf lackieren

Vor der Lackierung muss der Rumpf vorbereitet werden. Beim Abwischen mit Silikonentferner werden Haarrisse im Gelcoat im Bereich der Schotten sichtbar. Das Gelcoat wird angeschliffen und an den Fehlstellen komplett entfernt. Das Laminat unter den Haarrissen ist zum Glück noch in Ordnung. Um die offenen Poren im Gelcoat zu schließen sind einige Schritte nötig. Zunächst werden Unebenheiten mit Epoxidspachtel behandelt. Der Spachtel wird in die Hohlräume eingedrückt und dann glatt gestrichen. In sechs Spritzgängen wird die Dehlya mit Epoxyprimer grundiert. Mit 320er Papier wird feingeschliffen und dann die letzten Poren mit Feinspachtel verschlossen und noch einmal geschliffen. Dann wird der Rumpf abgeklebt und die Halle gewässert um Staubaufwirbelungen zu vermeiden. Die Halle bietet optimale klimatische Bedingungen zum Lackieren. Vor dem Lackieren wird der Rumpf noch mit Silikonentferner und einem Staubbindetuch abgewischt. Die Lackierung mit AWL-Grip sieht beeindruckend aus. Der Wasserpass wird noch nicht lackiert, da sich die Gewichtsverteilung geändert haben könnte.

Zwischenstand: Neues Rigg anpassen

Das neue Rigg des Kleinkreuzers wird angepasst: Der Mastfuß wird platziert, neue Positionen für die Püttinge gefunden und die Wanten abgelängt und verpresst. Auch eine Rollanlage wird montiert.

Teil 12 – Beim Segelmacher

Die Maße für die neuen Segel werden genommen. Danach werden die Tücher am Computer optimiert und manuell nachgearbeitet. Die Bahnen für die Segel aus Kohlefaser werden automatisch zugeschnitten und die Tuchstärken dynamisch angepasst. Anstatt zu nähen werden die Bahnen der Laminatsegel verklebt. Zusätzlich zu Genua und Groß wird ein sehr großer Gennaker entworfen um die Leichtwindeigenschaften zu optimieren.

Wie geht es weiter? Wir werden diesen Beitrag laufend erweitern und halten euch natürlich über die KlabauterNews auf dem Laufenden!

Geschrieben von
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