Brückendurchfahrt ohne Mastlegen: Der Wassersack-Trick

Wer ein größeres Segelboot fährt dem bleibt so manches Gewässer vorenthalten: Ist der Mast zu hoch für eine Brücke geht es ohne großen Aufwand beim Mastlegen nicht mehr weiter. Oder doch?

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll warum die trigonometrischen Formeln aus der Schulzeit doch zu etwas nützlich sind:

Was beeindruckend aussieht ist im Prinzip recht einfach durchgeführt.

Schritt für Schritt: So kommt das Boot unter der Brücke durch

  1. hinreichend große Wassersäcke besorgen
  2. Säcke an Deck mit Wasser füllen
  3. Sorgleine befestigen
  4. Wassersäcke am Fall auf die richtige Höhe vorheißen
  5. eine scharfe Kurve fahren um die Säcke außenbords schwingen zu lassen
  6. die Sorgleine fieren bis die Krängung ausreicht bzw. die Säcke die Wasseroberfläche berühren

Klingt einfach, oder? Wie bei allen Stunts sollte man auch bei dieser Aktion wissen was man tut!

Was kann schief gehen?

Insbesondere muss das Rigg und das Fall für entsprechende (seitliche) Belastungen an der Mastspitze ausgelegt sein. Ein Großfall läuft normalerweise über eine feste Rolle die nur für Zug in Mastrichtung ausgelegt ist. Ein Spinnaker-Fall wäre eine Alternative, allerdings nur wenn der Block entsprechend dimensioniert ist. Den worst-case dass das Fall genau unter der Brücke versagt will sicher niemand erleben…

Außerdem besteht die Gefahr dass die Maschine bei extremer Lage nicht richtig geschmiert wird. Hier sollte man die Herstellerangaben beachten und sich im Zweifel lieber unter der Brücke schleppen lassen.

Gibt es einen Leser der den Trick schon mal erfolgreich nachgemacht hat? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungsberichte und Bilder!

 

Geschrieben von
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